Regulatorik & Realität - Folge 3 · § 212 VVG: 34 Tage, drei Szenarien, ein stiller Stresstest
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00:00:00: Willkommen zurück bei Regulatorik und Realität, Folge drei.
00:00:04: Mein Name ist Dana.
00:00:05: Neben mir sitzt Mario Pustan wie immer irgendwo zwischen Krawatte und Kapuze.
00:00:10: Hallo Dana!
00:00:11: Hallo zusammen!
00:00:12: Schön dass ihr wieder dabei seid.
00:00:14: Zur Erinnerung Beide Stimmen in diesem Podcast sind synthetisch.
00:00:19: Mario is ein Voice Clone seiner echten Stimme.
00:00:22: Meine ist eine professionelle Sprecherstimme.
00:00:25: Alles andere die Einschätzungen, die Zahlen, die Projekte... ...ist echt.
00:00:29: In Folge eins haben wir KI-Regulierung, DORA und die BAFIN Orientierungshilfe aus Vorstandsperspektive betrachtet.
00:00:50: Das ist das richtige Bild.
00:00:53: In Folge zwei ging es um verschobene Fristen und bleibende Umsetzungspflichten auf Vorstands-Ebene, Governance Perspektive – diese Folge übersetzt das in eine einzige Bestandsfrage.
00:01:03: Wer merkt eigentlich wenn ein Reaktivierungsrecht läuft?
00:01:11: Wir verlassen heute die Vorstandsetage und gehen ins Maklergeschäft!
00:01:17: zu den Leuten, die in den nächsten fünf Wochen mit Arbeitgebern reden müssen.
00:01:42: Das sagen viele, bis sie merken dass Sie es ihren Kunden erklären müssen.
00:01:47: In einem Satz kehrt ein Mitarbeiter nach einer endgeldlosen Zeit zurück Elternzeit, Pflegezeit, Langzeiterkrankung kann er seine BAV-Direktversicherung zu den ursprünglichen Konditionen reaktivieren auf Verlangen innerhalb von drei Monaten.
00:02:03: Ab ersten Juli zweiundzwanzig sechs gilt das für alle Endgeldlose Zeiten nicht mehr nur für Elternzeit.
00:02:12: Drei Szenarien zeigen, warum es das nicht ist.
00:02:17: Die Stille frisst.
00:02:18: eine Mitarbeiterin kehrt im August aus der Elternzeit zurück.
00:02:22: Sie weiß nicht dass sie ihr Reaktivierungsrecht hat Ihr Arbeitgeber auch nicht.
00:02:26: Der Makler hat kein Trigger Im Prozess.
00:02:28: drei Monate später ist der Anspruch verwirkt still ohne Hinweis ohne Möglichkeit zur Korrektur.
00:02:36: die Frage die dann kommt Warum hat das niemand gesagt?
00:02:41: Szenario II
00:02:43: Die neue Zielgruppe.
00:02:44: Ab ersten Juli gilt Paragraf twohundertzwölf, auch bei Langzeiterkrankung und Pflegezeit.
00:02:50: Ein Mitarbeiter ist seit Monaten krankgeschrieben – er ist berechtigt.
00:02:54: aber wer informiert ihn?
00:02:55: Der Arbeitgeber oder der Versicherer?
00:02:57: oder der Makler, der den Bestand kennt?
00:03:00: Die Antwort die die Praxis kennt niemand wenn niemand einen Prozess hat.
00:03:07: Die Chance.
00:03:07: Wer jetzt seine Firmenkunden fragt, wer ist gerade in Elternzeit, Pflegezeit oder Langzeiterkrankung?
00:03:13: Hat einen Bestandsanlass den keiner erwartet.
00:03:16: Das Reaktivierungsrecht ist nicht selbst steuernd – es braucht ein Trigger!
00:03:20: Wer diesen Trigger kennt und vorbereitet sitzt nach dem ersten Juli am richtigen Tisch.
00:03:25: Nicht als Produktverkäufer.
00:03:27: Als Architekt des Rückkehrprozesses.
00:03:30: der Satz sitzt
00:03:32: Und er gilt, Paragraf zweihundertzwölf ist kein Randparagraf sondern ein stiller Stresstest.
00:03:37: Der Stresztest beginnt nicht am ersten Juli – er beginnt heute!
00:03:41: Das ist auch der Satz, der morgen im Newsletter steht …
00:03:44: Übermorgen im Newsletter
00:03:46: Morgen läuft diesmal Synchroen.
00:03:48: Wer noch nicht abonniert ist, regulatorik und Realität auf LinkedIn.
00:03:59: Das ist die Erwartung.
00:04:00: Und die Erwaltung ist das Problem, wenn man beim alten Stand bleibt.
00:04:04: Das Sozialpartnermodell Kurz SPM war bislang ein Instrument für tarifgebundene Unternehmen.
00:04:11: Arbeitgeber und Gewerkschaften schaffen gemeinsam einen BRV-Modell ohne Arbeitgebehaftungen.
00:04:16: Pure DC – keine Garantie soweit bekannt.
00:04:19: Ab ersten Juli ändert sich das.
00:04:22: Was ändert es sich konkret?
00:04:23: Drei Änderungen.
00:04:25: Erstens die Öffnung.
00:04:26: Nicht tarifgebundene Unternehmen können künftig an bestehenden SPIMs andocken, wenn die Tarifvertragsparteien zustimmen.
00:04:34: Für KMUs ohne Tarifbindung öffnet sich erstmals eine Option ins reine DC-Modell – kein Automatismus aber eine echte Möglichkeit.
00:04:42: Zweitens
00:04:44: Opting Out ohne Tarifvertrag.
00:04:46: Ebenfalls neu ab ersten Juli, Opting-Out Lösungen werden auch ohne tarifvertragliche Grundlage möglich – das ist eine der stillen Änderung die in der Aufregung um Paragraf twohundertzwölf leicht übersehen wird und die Makler kennen sollten bevor ihre Mandanten fragen….
00:05:03: Drittens
00:05:04: Die Evaluierungs Klausel.
00:05:07: Hat sich die Zahl der SPEM-Verträge bis im Jahr ist nicht verdoppelt, öffnet sich das Modell vollständig für alle Unternehmen.
00:05:16: Das ist eine implizite Botschaft des Gesetzgebers.
00:05:19: Das Modell soll wachsen.
00:05:21: Makler, die jetzt die Sprache des SPM sprechen sind früher am Tisch.
00:05:29: Und für KMUs ohne Tarifbindung?
00:05:31: Was bedeutet das konkret?
00:05:33: Vorsichtig, optimistisch.
00:05:35: Die Option ist da – aber die Voraussetzungen gelten Zustimmung der Tarifvertragsparteien andocken an ein bestehendes SPM.
00:05:43: Wer diese Bedingungen im Mandatsgespräch weglässt, baut einen Missverständnis und das schlägt zwei Jahre später auf.
00:05:54: Zwei Meldungen, und die es wert sind auseinanderzuhalten.
00:05:58: Erstens die Aktivrente.
00:06:00: Ab ersten Juli gilt Paragraf sechs BTAVG neu.
00:06:04: Mitarbeitende können ihre BAV bereits beziehen wenn sie nur eine Teilrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten.
00:06:11: Das ist BRSG.
00:06:13: zwei bestätigt kommt Neuer Beratungsanlass für Mandanten im Übergang zur Rente.
00:06:21: Zweitens, und das ist etwas anderes – Das Frühstart-Rentenmodell.
00:06:26: Der Koalitionsvertrag im Jahr für die Kinder abgeburt sieht staatlich geförderte Ertragskonten vor.
00:06:34: Operative Details sind noch offen kein Beschluss.
00:06:37: Das politische Momentum wächst aber dass es nicht dasselbe wie Gesetz.
00:06:40: Was Makler tun können?
00:06:42: Beobachten!
00:06:43: Und das Thema bei jungen Familien im Firmenkundenportfolio proaktiv ansprechen.
00:06:50: Die zweite Meldung.
00:06:52: Praxisfrage zum Paragraf, zweihundertzwölf Trigger.
00:06:55: Die Bafin hat sich noch nicht formal zur Umsetzungspraxis geäußert und genau das ist das Problem.
00:07:00: Versicherer bauen ihre Prozesse gerade erst.
00:07:03: Für Markler bedeutet das jetzt mit Hauptversichern klären wie der Trigger aussieht wenn ein Mitarbeiter aus endgeldlosen Zeiten zurückkommt.
00:07:18: Anschreiben, Fristen, Formular.
00:07:20: Wer das nach dem ersten Juli klärt, klärt es zu spät.
00:07:24: Und die drei Dinge Liste für diese Woche?
00:07:27: Erstens Bestandsanalyse Welche Firmenkunden haben Mitarbeitende in endgeldlosen Zeiten Elternzeit, Pflegezeit, Langzeiterkrankung?
00:07:35: welche Direktversicherungen sind dort beitragsfrei gestellt?
00:07:38: Das ist das Reaktivierungsportefölje und es braucht keine Software Eine Stunde.
00:07:51: Zweitens Versicherer-Gespräch Wie läuft deren Kommunikationsprozess ab ersten Juli?
00:07:57: Wer die Antwort noch nicht kennt, braucht sie diese Woche.
00:07:59: Drittens Formulierung üben – erkläre §.
00:08:01: twohundertzwölf in zwei Sätzen laut einem Kollegen.
00:08:04: Wer es jetzt nicht flüssig kann wird das Ende Juni nicht flüßig können.
00:08:09: Bevor wir zum Outro kommen drei Fragen aus den Kommentaren der letzten Ausgabe Mario.
00:08:15: kurz und konkret
00:08:17: Sehr gerne!
00:08:18: Frage eins.
00:08:20: Reicht es Kunden nach dem ersten Juli zu informieren?
00:08:23: Nein, das Timing liegt beim Versicherer.
00:08:26: Der Prozess liegt beim Makler.
00:08:28: Wer wartet bis der Versichererer informiert hat kommt zu spät für das Beratungsgespräch.
00:08:33: die Fensterscheibe ist dann schon zugegangen.
00:08:36: Frage zwei Wie erkläre ich dem Arbeitgeber was er konkret tun muss?
00:09:01: Frage drei.
00:09:02: Verliere ich das Mandat, wenn mein Kunde die Direktversicherung nach endgeldlosen Zeiten nicht reaktiviert?
00:09:08: Nicht zwingend, aber das ist die falsche Frage.
00:09:11: Die richtige Frage ist, warst du derjenige, der informiert hat bevor die Frist abgelaufen ist?
00:09:17: Wer reaktiviert oder nicht, ist die Entscheidung des Mitarbeiters.
00:09:21: Wer die Entscheidungsgrundlage liefert, dass ist die Differenz.
00:09:36: Dann hat diese Folge sich schon gelohnt?
00:09:52: Ein Satz, der hängt.
00:09:54: Paragraf zweihundertzwölf ist kein Randparagraf sondern ein stiller Stresstest und wer heute anfängt, ist besser vorbereitet als wer am dreißigsten Juni anfängt.
00:10:05: Im Newsletter, heute beziehungsweise morgen neun Uhr gibt es die drei Szenarien und den Self-Check schwarz auf weiß.
00:10:13: Link in den Shownotes
00:10:15: Und?
00:10:15: In zwei Wochen wechseln wir noch einmal die Kamera raus aus dem Maklergeschäft rein in den Maschinenraum.
00:10:21: BSI Grundschutz plus plus DORA Belastungstests!
00:10:26: Und die Frage, die Makler schon bald von Firmenkunden hören werden was passiert bei einem Cyberangriff mit unserer BAV?
00:10:37: Das klingt nach einem Satz, der schon sitzt.
00:10:40: Er sitzt aus IT-Resilienz wird in dem Moment eine Beratungssituation, indem ein Kunde fragt was gerade passiert.
00:10:47: Bis
00:10:54: dann!
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